Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hat sich gegen den geplanten AKW-Neubau Borssele 2 in den Niederlanden ausgesprochen. Da die Anlage rund 200 km von NRW entfernt errichtet werden soll, könnte ein schwerer Störfall auch für die Bevölkerung im Westen der Bundesrepublik massive Folgen haben. Zudem könnte durch eine Sturmflut oder auch durch Klimaveränderungen der Meeresspiegel steigen. Das würde zu Problemen bei Betrieb und Kühlung der Reaktoren führen. Der Klima- und Umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, André Stinka, hat die Pläne der Niederlande scharf kritisiert. Anscheinend, so Stinka, habe man dort die Zeichen der Zeit nicht erkannt, die spätestens seit der Katastrophe in Fukushima deutlich seien.
Die SPD-Fraktion begrüße zwar die aktuelle Entscheidung des Kraftwerksbetreibers, die Pläne zum Bau des AKW Borssele 2 zunächst für zwei bis drei Jahre auf Eis zu legen, als wichtigen Teilerfolg. Es sei aber wichtig, dass diese Pläne nun auch endgültig vom Tisch kommen.



