Warum Politik?

“Politik lebt davon, dass möglichst viele dabei mittun. Niemand sage, dass Einmischung sinnlos sei.”
Johannes Rau

Politik bedeutet mitzureden und sich einzusetzen. Für mich war das immer ein großes Bedürfnis. Ich habe daher früh begonnen mich politisch zu engagieren. Mit 20 bin ich in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands eingetreten und habe dort an den verschiedensten Stellen mitgemacht. Mitmachen bedeutet in einer Partei übrigens zunächst einmal viele Stunden ehrenamtliche Arbeit. Da wollen Veranstaltungen organisiert werden, andere Mitglieder müssen betreut werden, Briefe werden geschrieben und hundertfach eingetütet und natürlich im Wahlkampf auch Plakate geklebt und Infostände besetzt werden.

Es gibt bestimmt einfacheres und bestimmt auch erfüllenderes, als politisches

Engagement. Aber für mich haben auch die Schwierigkeiten, die sich damit verbinden, immer dazugehört. Das Tempo in der Politik ist manchmal quälend langsam und bringt wenig Anerkennung. Aber an dem viel bemühtem Sprichwort “Nicht meckern – mitmachen!” ist viel dran. Es nützt nichts, wenn man Entscheidungen immer nur anderen überlässt und sich dann danach beschwert.

Franz Müntefering hat einmal gesagt:

“Lasst euch nicht beirren. Die, die sich anstrengen, die in der Demokratie sich engagieren, auch wenn sie Fehler machen – und wir machen Fehler – die sind tausendmal gerechtfertigter als alle die draussen rumsitzen auf der Tribüne und sich das Maul zerreissen. Das muss man dann mit Selbstbewusstsein als politisch Handelnder dann auch mal sagen. Macht Politik! Strengt euch an! Helft mit, dass wir einen guten Weg gehen können.”