André Stinka: „Innenminister beweist einmal mehr völlige Unkenntnis“

Geplante Neueinteilung der Landtagswahlkreise findet negatives Echo bei der SPD im Kreis Coesfeld – Lüdinghausen und Olfen sollen im Wahlkreis Coesfeld II bleiben.

Harte Kritik aus dem Kreis Coesfeld am nordrhein-westfälischen Innenminister: „Minister Reul will die Landtagswahlkreise im Kreis Coesfeld auseinanderreißen. Räumliche Zusammenhänge spielen nach den Plänen dann nur noch eine kleine Rolle. Vielmehr entstehen Wahlkreise, in denen die Städte und Gemeinden nicht mehr viel miteinander zu tun haben“, so André Stinka MdL. Der Dülmener SPD-Landtagsabgeordnete erklärt, dass die CDU-geführte Landesregierung Lüdinghausen und Olfen aus dem Wahlkreis Coesfeld II herausschneiden will, um sie dem Wahlkreis Recklinghausen IV hinzuzuschlagen. So steht es in einer Vorlage des Innenministeriums. Hintergrund ist die demografische Entwicklung – Lüdinghausen und Olfen sollen den Bevölkerungsrückgang in Recklinghausen IV ausgleichen.

Stinka: „Hier zeigt sich ganz deutlich, dass sich der Innenminister im Land nicht auskennt. Räumliche Zusammenhänge bei der Wahlkreiseinteilung muss man beachten, Kreisgrenzen sollten nur überschritten werden, wenn es unbedingt nötig ist. Und deshalb ist es auch – ganz deutlich gesagt – einfach Quatsch, den Kreis Coesfeld in Zukunft anteilig auf drei Wahlkreise aufzuteilen. Lüdinghausen und Olfen gehören nicht zum Kreis Recklinghausen, die Verbindung zu den Nachbargemeinden im Kreis Coesfeld sollte unbedingt erhalten bleiben.“ In Richtung von Innenminister Reul forderte Stinka deshalb Nachbesserungen bei der Wahlkreiseinteilung: „Vielleicht hilft eine Erdkundestunde und ein Blick auf die Karte von NRW. Ich zeige dem Minister auch gerne mal die Gegebenheiten vor Ort.“ Bei den Beratungen im Landtag wird sich Stinka für den Verbleib von Olfen und Lüdinghausen im Wahlkreis Coesfeld II einsetzen.