Im politischen Dialog über die Herausforderungen der regionalen Wirtschaft (v.l.): Dr. Jochen Grütters (stellv. Hauptgeschäftsführer IHK Nord Westfalen), André Stinka (stellv. Fraktionsvors. SPD/NRW), Dr. Benedikt Hüffer (Präsident IHK Nord Westfalen). Bild: MünsterView/Tronquet

André Stinka zum Gespräch bei der IHK Nord Westfalen

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, André Stinka, besuchte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen, zu deren Bezirk das Münsterland und die Emscher-Lippe-Region gehören. Im Gespräch mit Dr. Benedikt Hüffer, Präsident der IHK Nord Westfalen, und Dr. Jochen Grütters, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, standen die Herausforderungen der regionalen Wirtschaft im Fokus.

Hüffer und Grütters stellten dabei im Lichte der anstehenden Wahl die „Botschaften an die Politik zur Bundestagswahl 2021“ vor. In diesem Papier fordert die IHK Nord Westfalen unter anderem die Stärkung der Investitionskraft von Unternehmen, um die Klimaschutzziele zu erreichen . Dies solle etwa durch Kreislaufwirtschaft, eine optimierte Verkehrsinfrastruktur und den stärkeren Einsatz erneuerbarer Energieträger wie Wasserstoff unterstützt werden. Bei allen Maßnahmen müsse die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen beachtet werden, so Hüffer.

Stinka begrüßte das Papier: „Die Politik kann insbesondere durch Förderung an wichtigen Stellschrauben drehen, um Investitionen nachhaltig zu ermöglichen und Anreize für eine Umstellung schaffen.“ Er freute sich insbesondere über die Einrichtung eines Nachhaltigkeitsausschusses bei der IHK Nord Westfalen. „Ressourcenschonender Umgang mit den zur Verfügung stehenden Rohstoffen und Materialien ist ein immer stärkerer Aspekt im wirtschaftlichen Denken“, sagte Hüffer.

Auch im Bereich Digitalisierung forderte die IHK schnelleres Handeln. „Die Umstellung der Unternehmen zu Beginn der Pandemie hin zu Home-Office hat gezeigt, dass Fortschritte auch schnell möglich sind“, betont Grütters. Hier müsse jedoch auch von staatlicher Seite technisch aufgerüstet werden. Stinka sieht diesbezüglich insbesondere die Schulen und Ausbildungsbetriebe in einer wichtigen Schlüsselfunktion: „Wir müssen digitale Lernmittel schneller zur Verfügung stellen und auch Ausbildungsberufe digitaler gestalten, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, fordert der Landtagsabgeordnete. Ausbildungsberufe müssten neben einer besseren Bezahlung auch auf diesem Weg eine Aufwertung erfahren.